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Zur Geschichte unserer Schule


Dominikus Ringeisen (1835 - 1904)
Dominikus Ringeisen
"Man muß die Last auf sich nehmen und damit beginnen, selbe auf seine Schultern zu legen; nach und nach - beim Weitergehen - wird man gewahr werden, wie sie sich zurechtschiebt und ins Gleichgewicht kommt."
Dominikus Ringeisen

Ein Abriss seines Lebens:
Dominikus Ringeisen wird am 6.12.1835 in Unterfinningen geboren.
1849 kam er ans Gymnasium in Augsburg.
1854 erkrankte er und konnte erst zwei Jahre später weiterstudieren.
1859 machte er das Abitur.
1864 empfing er die Priesterweihe.
1864 - 1871 wirkte er als Kaplan in Frankenried, danach als Benefiziat in Obergünzburg. Im Allgäu lernte er die Not der Familien, die ein behindertes Kind hatten, und deren oft unbeschreibliche Lebensbedingungen kennen.
1882 kam er als Benefiziat nach Kaufbeuren.
1884 gab ihm Monika Seemüller 20 000 Goldmark, damit er für seine behinderten Pfleglinge das Kloster Ursberg kaufen konnte.
1884, am 1. Dez., wurde die "Kretinenanstalt" in Ursberg eröffnet.
1904, am 4. Mai, starb Dominikus Ringeisen.

Dominikus Ringeisen war ein Mann unbegrenzter, ja heroischen Gottvertrauens. Seine Worte darüber ergreifen auch heute noch, denn hier offenbaren sich eine unerschütterliche Hoffnung und Zuversicht. Tatsache ist auch, dass sein Vertrauen eine Strahlkraft besaß, der man kaum widerstehen konnte und die auch seine Mitarbeiter erfasste. Ringeisen und sein unerschütterliches Gottvertrauen bildeten das Fundament seines Werkes, den Grundstein, auf dem das ganze Stand. Die ersten Schwestern trugen überzeugend diese innere Haltung mit.

Ringeisen war tätig als Pfarrer der Gemeinde Ursberg und als Superior der von ihm gegründeten Wohltätigkeitseinrichtung und Schwesternschaft.


Das Ringeisen-Gymnasium

Bereits vor 1200 betrieben die Prämonstratenser (kath. Orden, dessen Grundlage die Augustinerregel war) in Ursberg eine Lateinschule, die auf einen gelehrten Beruf wie Priester, Jurist, Mediziner und auf den Universitätsbesuch vorbereitete. Mit Unterbrechungen existierte in Ursberg eine Lateinschule bis 1802.

Dominikus Ringeisen ließ 1887 die Tradition einer Ursberger Schule wieder aufleben: "Wer geschult werden kann, wird geschult!". Für die Schulung der Behinderten benötigte er ein ausgebildetes Lehrerkollegium und errichtete in Ursberg eine Lehrerinnenbildungsanstalt. Die weitere Entwicklung des Ringeisen-Gymnasiums in Stichpunkten:

1887
Antrag an die Regierung, eine Lehrerinnenbildungsanstalt einzurichten.
1889
4 Lehrerinnen erteilten Privatunterricht an 12 Schüler.
1912
Genehmigung für die Ausbildung von klösterlichen Volksschullehrkräften durch das bayerische Staatsministerium.
1935/36
Verbot von Neuaufnahmen aufgrund staatlicher Ordnung; 5. und 6. Klasse durfte noch hinausgeführt werden.
1936/37
Schließung der Lehrerinnenbildungsanstalt.
1946
Wiedereröffnung der Lehrerinnenbildungsanstalt (mit der Genehmigung der Militärregierung für Bayern.
1949/50
Entstehung der siebenklassigen Oberschule in Kursform und des viersemestrigen "Pädagogischen Lehrgangs".
1954
Umbenennung der "Oberschule in Kursform" in "Deutsches Gymnasium" (Ringeisen-Gymnasium) und des "Pädagogischen Lehrgangs" in "Institut für Leherbildung";
später wurde das "Deutsche Gymnasium" zum "Musischen Gymnasium" umbenannt.
1971
Umwandlung des siebenklassigen Musischen Gymnasiums in ein neunklassiges Sozialwissenschaftliches Gymnasium.
1986
erstmals Aufnahme von Knaben; Schließung des Mädcheninternats (nach 22 Jahren).
1994
Einführung des Neusprachlichen Zweiges.
1995
Einweihung des Erweiterungsbaus (Pavillion)
2004
Bezug des neuen Schulgebäudes St. Josef (1. Bauabschnitt)
2008
komplette Fertigstellung

Kontakt
Ringeisen-Gymnasium
der St. Josefskongregation

Sprachliches Gymnasium / Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Gymnasium

Josefsplatz 1
86513 Ursberg
Tel 08281 / 92 3609
Fax 08281 / 92 3690

E-Mail: sekretariat@ringeisen-gymnasium.de


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