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Plant for the Planet
Zeitungsartikel im Buch veröffentlicht
Im April 2007 pflanzte die Englischlehrerin Karolina
Spengler
mit ihrem damaligen 12er-Grundkurs und dem Förster Hubert Forstner im
Rahmen der Aktion "Plant for the Planet" zwischen
Ursberg und Edenhausen 900 Bäume.
Der Zeitungsartikel, in dem in den Mittelschwäbischen
Nachrichten über dieses Ereignis berichtet wurde, ist
inzwischen in einem Buch des Initiators erwähnt:
Felix
Finkbeiner (2011), Jetzt retten wir Kinder die Welt, Fischer
Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, S. 71

Zwei Bilder von
damals sehen Sie hier, den gesamten Text des Artikels können Sie unten
noch einmal nachlesen.
Ringeisen-Gymnasium
unterstützt UN-Aktion und pflanzt 900 Bäume
Schule draußen bei Sonnenschein? Kaum ein Schüler würde da nein sagen!
Und so versammelte sich der Grundkurs Englisch der 12. Jahrgangsstufe
des Ringeisen-Gymnasiums mit seiner Englischlehrerin Karolina Spengler
in einem Waldstück im Bereich Herrgottsruh zwischen Ursberg und
Edenhausen. Doch englische Grammatik und Literatur standen nicht auf
dem Unterrichtsplan. Stattdessen griffen die Schülerinnen und Schüler
zusammen mit ihrer Lehrerin zum Spaten und pflanzten einen Tag lang
Bäume, Bäume, Bäume ... Angeleitet und unterstützt wurden sie dabei von
Hubert Forstner vom Amt für Landwirtschaft und Forsten in Krumbach.
Die wundersame Entwicklung vom Schüler zum "Forstgehilfen" hat
folgenden Hintergrund. Seit 1977 pflanzte die im Jahre 2004 mit dem
Friedensnobelpreis geehrte kenianische Umweltaktivistin Wangari Maathai
30 Millionen Bäume in Afrika. Die Vereinten Nationen griffen die Idee
auf und in Zusammenarbeit mit der UN-Umweltorganisation UNEP (United
Nations Environment Programme) entstand "Plant for the Planet - Billion
Tree Campain". Eine Milliarde (engl. Billion) Bäume sollten 2007
weltweit gepflanzt werden. Nach den neuesten UN-Klimaberichten ist
dieses Thema aktueller denn je: Jede Pflanze baut durch Photosynthese
Biomasse auf, die Kohlenstoff enthält und bindet somit das Treibhausgas
Kohlenstoffdioxid, das unter anderem zur Erwärmung unseres Planeten
beiträgt. "Plant for the Planet" ist eine Aktion, an der sich weltweit
vorwiegend engagierte Jugendliche, Schulklassen und ganze Schulen
beteiligen, die dieses ehrgeizige Ziel der Vereinten Nationen
unterstützen. Auch das Ringeisen-Gymnasium Ursberg ist dabei und liegt
mit 900 (neunhundert!) bereits gepflanzten Bäumen deutschlandweit auf
dem Spitzenplatz - gefolgt von einer Schule, die 700 Bäume versprochen
hat, und einer, die 500 bereits gepflanzt hat.
Die Initiative für die Teilnahme kam von der Ursberger Englischlehrerin
Karolina Spengler, die es schon immer verstand, fachübergreifend den
Unterricht in englischer Sprache mit aktuellen Themen zu verknüpfen und
damit Schulstunden wie Projektbeiträge lebensnah zu gestalten. Als
Experte vor Ort konnte der Förster Hubert Forstner gewonnen werden. Er
besorgte die jungen Bäumchen und betreute die Pflanzaktion.
Aufgeforstet wurde von den Jugendlichen nicht irgendein Stück Wald,
sondern eines aus dem Besitz des Trägers der Schule, der St.
Josefskongregation, die auch die Kosten für die Bäume übernahm. Hubert
Forstner zeigte sich im Gespräch besorgt über die Entwicklung des
Waldes in Deutschland. Er erklärte, dass die häufig von Waldbauern
gepflanzte Fichte sehr unter dem Borkenkäfer leide und sagte: "Wenn es
in diesem Jahr so trocken und warm bleibt, schafft der Borkenkäfer
locker eine ganze Generation mehr und wir haben im Herbst eine echte
Massenentwicklung." Im konkreten Fall wurden deshalb keine Nadelbäume,
sondern Buchen und Wildkirschen gepflanzt. Forstner war mit der
Arbeitskraft seiner jugendlichen Helferinnen und Helfer zufrieden: "Sie
schaffen nicht so schnell wie die Profis, aber sie haben gute Arbeit
geleistet." Auch Karolina Spengler, die im Vorfeld viel zu organisieren
hatte - bis hin zur Beschaffung der T-Shirts mit dem Logo der Aktion -
freute sich über das Engagement ihres Kurses: "Während andere
diskutieren, pflanzen wir Bäume!"
Wird die Milliarde erreicht werden? Bis jetzt wurden weltweit ca. 800
Millionen Bäume versprochen und etwa zehn Millionen gepflanzt. Das
Ringeisen-Gymnasium hat seinen Anteil geleistet - eine Aufstockung ist
durchaus noch denkbar. Doch jenseits aller Zahlen wird "Plant for the
Planet" ein Erfolg sein. Jede teilnehmende Gruppe profitiert allein
schon vom Gemeinschaftserlebnis und dem Gefühl, Teil einer großen
Jugendbewegung zu sein. Im Großen betrachtet steht natürlich der
Umweltschutzgedanke mehr im Vordergrund - aber vergessen sollte man
dabei auch nicht, dass Wangari Maathai ihren Nobelpreis für die
Erhaltung des Friedens bekommen hat.
Christian Pagel
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Kontakt
Ringeisen-Gymnasium
der St. Josefskongregation
Sprachliches
Gymnasium
/ Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Gymnasium
Josefsplatz
1
86513
Ursberg
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3690
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