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Das Profil spricht für sich
Ringeisen-Gymnasium: Keine Angst vor Schulneubau in Diedorf und
das, obwohl sich das Schülereinzugsgebiet überlappt
VON MAXIMIILAN CZYSZ
Ursberg
Ein neues Gymnasium in Diedorf: Dafür stimmten Anfang der Woche die
Mitglieder des Augsburger Kreistags. Den Verantwortlichen im rund 30
Kilometer entfernten Ursberger Ringeisen-Gymnasium machen die Pläne
keine Angst, auch wenn sich das Einzugsgebiet Stauden der beiden
Einrichtungen überlappt. "Wir werden unser Profil schärfen", sagt
Schulleiter Georg Gerhardt. Trotzdem werde die Situation in der
Nachbarschaft im Auge behalten, so stellvertretender Schulleiter
Heinrich Filbig.
Er rechnet damit, dass es sich der eine oder andere Schüler überlegen
wird, ins neue staatliche Gymnasium Diedorf zu gehen. Im Bereich
Kutzenhausen sei das bereits geschehen, allerdings "nicht signifikant".
Der erste Diedorfer Jahrgang ist vorübergehend an der Volksschule
untergebracht, bis zum Neubau der neuen Einrichtung sollen Container
aufgestellt werden. Das neue Gymnasium wird vierzügig für rund 960
Schüler und 32 Klassen ausgelegt. Die Kosten werden derzeit auf rund 31
Millionen Euro beziffert. Zunächst war das Gymnasium dreizügig geplant
gewesen, doch bereits im Schulgutachten war eine Vierzügigkeit im
Spiel. Die Wende hat die Einschreibung für das Schuljahr 2011/2012
bewirkt - im Herbst wird es fünf Eingangsklassen geben. Davon lässt
sich die Schulleitung in Ursberg nicht einschüchtern. Sie baut vielmehr
auf das Schulklima, das für sich steht und für sich wirbt. Für die
besondere Atmosphäre sorgt das Umfeld. Die Schule der St.
Josefkongregation Ursberg ist in das Dominikus-Ringeisen-Werk
eingebunden, die größte Einrichtung für Menschen mit Behinderungen in
der Region. "Hier werden besondere Werte hochgehalten", erklärt
Schulleiter Georg Gerhardt. "Das färbt auch auf das Kollegium ab", sagt
Christian Pagel, Mitarbeiter im Direktorat. "Alle Lehrkräfte bringen
sich persönlich ein." Die Atmosphäre beschreibt Gerhardt rundherum als
familiär, "obwohl wir mit rund 900 Schülern nicht gerade klein sind".
Mittelschwäbische
Nachrichten, Freitag, 22. Juli 2011
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